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FOM Student Christopher Krug (Foto: privat)

Christopher Krug präsentierte Selbsttest zur politischen Bildung

FOM Student Christopher Krug kommt frisch aus dem spanischen Valencia. Dort präsentiere er Anfang März auf der INTED, einer der größten internationalen Bildungskonferenzen für Dozenten, Wissenschaftler, Technologen und Fachkräfte aus dem Bildungssektor, „politnavi“ — seinen Self-Assesment Test für politische Bildung.

Das Thema seines Papers lautete: „Application of a web-based self-assessment test for supporting political education and information”. Darin behandelte der 27-jährige die Anforderungen an einen Self-Assessment Test im Rahmen politischer Bildung und entwickelte ein Konzept für dessen Aufbau. Die zugehörige Web-Applikation „politnavi“, die er selbst gestaltet und programmiert hat, ist bereits online.

Die Idee hinter „politnavi“ ist die Unterstützung politischer Bildung. „Der politnavi-Test bietet die Möglichkeit, die eigene politische Meinung anhand verschiedener Positionen zu hinterfragen. Im Ergebnis werden diese zur Berechnung eines politischen Profils genutzt, um darzustellen, wie die eigene Position im politischen Spektrum zu sehen ist“, so der Entwickler. Im Unterschied zu klassischen Tests, die eine Wahlempfehlung aussprechen, gibt politnavi langfristig eine Orientierung zur politischen Weltanschauung. „Das Ergebnis des 40 Fragen dauernden Tests stellt keine Wahlempfehlung dar“, betont Krug.

INTED 2017

INTED 2017

„Die Möglichkeit, ein Paper bei einer Konferenz einzureichen, gab mir mein Dozent Prof. Dr. Peter Hoffmann. Die INTED passte durch die Vernetzung von Lehre und IT thematisch genau zum Modul Wissens- und Informationsmanagement“, so Krug, der aktuell an der FOM Hochschule in Hannover im Master-Studiengang IT-Management studiert.

„Auf der INTED beeindruckte mich vor allem der internationale Charakter der Konferenz mit Teilnehmern aus rund 80 Staaten. Es kamen die unterschiedlichsten Hintergründe und Fachrichtungen zusammen, was die verschiedenen Präsentationen und neuen Kontakte für mich noch wesentlich interessanter gemacht hat. Anderen FOM Studenten kann ich die Erfahrung einer solchen Konferenz auf jeden Fall empfehlen, wenn die Chance sich bietet“, so Krugs Fazit.

2016 lockte das Frauen-Forum viele Interessierte ins FOM Hochschulzentrum Berlin (Foto: Viktor Strasse)

Start-up-City Berlin: Das 4. Berliner Frauen-Forum steht ganz im Zeichen der Existenzgründung

Ideen testen, Zielgruppen finden, Geschäftsmodell und Businessplan vorbereiten, Finanzierung klären, Vertrieb vorbereiten: Wer mit einem eigenen Unternehmen an den Start geht, hat einiges zu tun. Tipps zur optimalen Gestaltung dieses Fahrplans zur Existenzgründung gibt es am 25. April 2017 in Berlin: Das FOM Hochschulzentrum lädt gemeinsam mit dem KCE KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand zum Frauen-Forum „Start-up-City Berlin: Frauen gründen“ ein.

Auf die Eröffnung durch Prof. Dr. Manuela Zipperling, Geschäftsleitung der FOM Berlin, folgt eine Einführung von Prof. Dr. Holger Wassermann. Der wissenschaftliche Leiter des KCE wirft einen Blick auf die Rahmenbedingungen in der Hauptstadt und liefert aktuelle Zahlen. Es folgen verschiedene Impulsvorträge:

Silke Ababneh, Geschäftsführerin des Co-Working-Portals nie:solo, beleuchtet Geschäftsmodell und Businessplan.
Jennifer Meister, Geschäftsführerin und Mitbegründerin der Plattform Coachmio, widmet sich Zielgruppen- und Ideenfindung.
Dr. Nick Dimler, FOM-Professor für Entrepreneurship und Finanzen, geht auf Finanzierungsfragen ein.
Claudine Oldengott, Geschäftsführerin von Velo easy, erklärt, wie der Vertrieb neugegründeter Unternehmen funktioniert.

Im Anschluss an die Vorträge haben die Teilnehmerinnen des Frauen-Forums Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen: Jede Referentin und jeder Referent steht im Rahmen eines World-Cafés für Gespräche und Diskussionen zur Verfügung. Das 4. Berliner Frauen-Forum findet im FOM Hochschulzentrum in der Bismarckstr. 107 statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen nimmt die Zentrale Studienberatung unter 0800 1 95 95 95 oder studienberatung@fom.de gerne entgegen.

Anne Mock

dghd 2017: Was bei der Entwicklung einer Wahrnehmungstaxonomie für offene Hochschulräume zu beachten ist

„Wer kooperativ lernen und arbeiten möchte, muss in der Lage sein, andere wahrzunehmen.“ Mit dieser These startete Anne Mock in ihren Vortrag zum Thema Group Awareness Forschung bei der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd). Dabei stellte die Koordinatorin des KCD KompetenzCentrum für Didaktik in der Hochschullehre für Berufstätige Ergebnisse eines aktuellen Forschungsprojektes vor: Sie geht der Frage nach, welche Auswirkungen offene Hochschulräume auf den Lernprozess von Studierenden haben und wie eine Taxonomie zur Wahrnehmung anderer in (formalen) Lernkontexten aussehen kann.

In ihrem Vortrag unterschied Anne Mock zwischen kognitiver und sozialer Group Awareness. „Während bei der ersten u.a. Wissen, Meinungen, Positionen und Ideen anderer wahrgenommen werden, geht es bei der zweiten um Feedback, Beiträge, Kommunikationsströme, Kooperationsbereitschaft und Freundlichkeit.“ Alle diese Aspekte seien signifikant zur Wahrnehmung eines Individuums, betonte sie.

Zu diesem Punkt waren die Meinungen der Zuhörenden gefragt. Im Rahmen eines Speeddatings diskutierten sie verschiedene Aspekte der kognitiven und sozialen Group Awareness: Welche Informationen werden beispielsweise in einem Wiki oder einem MOOC sichtbar? Und womit können Group Awareness Informationen sichtbarer gemacht werden?

Dr. Alexander Zureck mit Priscila Leal, Elham Monaredi und Misun Serena Ahn (v.l.)

Blogs in der Lehre: Dr. Alexander Zureck präsentierte Forschungsergebnisse auf Hawaii

Können Internetblogs die Lehre interessanter machen? Dieser Frage sind Dr. Alexander Zureck vom isf Institute for Strategic Finance und Anne Mock vom KCD KompetenzCentrum für Didaktik in der Hochschullehre für Berufstätige nachgegangen: Im Kurs „International Finance & Accounting“ setzten sie die Internet-Journale ein, um Studierende auf ihre Prüfung vorzubereiten. Erste Ergebnisse präsentierte Alexander Zureck am 17. Februar 2017 auf Hawaii – und zwar im Panel „Pioneers of Pedagogy“ der 16. East-West Center International Graduate Student Conference on the Asia-Pacific Region in Honolulu.

„Eine der Hauptschwierigkeiten bestand darin, dass wir es mit deutschsprachigen Studierenden zu tun hatten, die sich englischsprachige Inhalte aneignen mussten“, berichtete der isf-Wissenschaftler. „Die Blogs haben sie dabei unterstützt, sich besser auf die Inhalte zu konzentrieren: Sie mussten sich keine Notizen machen, sondern konnten die Beiträge ihrer Kommilitoninnen und Kommilitonen jederzeit online nachlesen.“ Schöne Nebeneffekte: Das Notenniveau konnte durch den Blog-Einsatz insgesamt gehoben, die Lehre abwechslungsreicher gestaltet werden.

Insgesamt wurden in der von der iranischen Expertin Elham Monaredi moderierten Session drei Projekte vorgestellt. Neben Alexander Zureck berichteten Priscila Leal (University of Hawai’i) und Misun Serena Ahn (Seoul National University) über „Context and Content-based English Language Teaching“ bzw. “Visualizing Sound with Verbal Depiction in Music Education”.

Hochschulbarcamp 2017: Rückblick auf Tag 1

Hochschulbarcamp 2017: Rückblick auf Tag 1

Volles Haus beim Hochschulbarcamp 2017: 125 Anmeldungen von 61 Hochschulen lagen den Organisatoren Holger Gottesmann (FOM) und Philip Dunkhase (Leuphana Universität Lüneburg) vor, als um 9:00 Uhr die ersten Teilnehmenden zu Frühstück und Netzwerken eintrafen. Eine Stunde später war der Raum 1.01 im Studienzentrum der FOM Essen bis auf den letzten Platz gefüllt mit Social-Media- und Kommunikationsfachleuten aus ganz Deutschland.

Nach einführende Worten von Anja Seng – twitternde FOM-Professorin und Rektoratsbeauftragte für Diversity Management – ging es ans Eingemachte: die Sessionplanung für den ersten Tag. Dazu eine kurze Anmerkung für Barcamp-Laien: Bei diesem Veranstaltungsformat wird das Programm von den Teilnehmenden selbst bestimmt. Jede und jeder hat Gelegenheit, ein Thema vorzuschlagen. Wenn sich dafür genügend Interessierte finden, wandert dieses Thema auf den Sessionplan. Der fiel in diesem Jahr übrigens besonders abwechslungsreich aus: Eine Selbsthilfegruppe zum Website-Relaunch war ebenso zu finden wie ein Erfahrungsaustausch zu Xing und LinkedIn. Neben Klassikern wie SEO, Foto- und Videokommunikation oder WhatsApp in der Studienberatung stießen zudem Sessions zu Kreativität, Katzen-Content und Kennzahlen auf Zustimmung.

Erster Stopp: der Beitrag von Luisa Todisco. Sie betreibt den Blog StudierenPlus und berichtete aus ihrer Perspektive über Influencer Marketing. „Viele potenzielle Kooperationspartner, die auf mich zukommen, haben sich weder mit meinem Blog noch mit meiner Zielgruppe beschäftigt“, zog sie ernüchternde Bilanz. „Sie wollen in der Regel nichts zahlen und haben auch kein Konzept für eine mögliche Zusammenarbeit.“ Stattdessen wünscht sich die Bloggerin eine Kommunikation auf Augenhöhe. „Bei möglichen Kooperationen spielt das Zwischenmenschliche eine sehr große Rolle. Zudem geht es mir natürlich darum, meine Authentizität zu wahren und einen Mehrwert für meine Leserinnen und Leser zu schaffen.“

Gehört Social Media ins Curriculum für angehende Ärztinnen und Ärzte? Mit dieser Frage setzte sich Sebastian Kuhn auseinander. Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie lieferte in seiner Session Einblicke in einen Medizineralltag, bei dem die Kommunikation mit Kolleginnen und Kollegen, aber auch mit Patientinnen und Patienten verstärkt über soziale Medien läuft. „Diese Seite der Digitalisierung wirft Probleme auf“, betonte er. Welches Verhalten sei beispielsweise angemessen, wenn man per WhatsApp ein Foto von einem Fall erhält und um seine Einschätzung gebeten wird? Schließlich gelte in Deutschland ein Ferndiagnose-Verbot. Um angehende Ärztinnen und Ärzte auf diese Grauzonen vorzubereiten, hat Sebastian Kuhn das Projekt „Medizin im Digitalen Zeitalter“ ins Leben gerufen, das im Rahmen des Förderprogramms Curriculum 4.0 vom Stifterverband und der Carl-Zeiss-Stiftung gefördert wird. Dabei sind Lerninhalte zur Förderung praktischer Kompetenzen der digitalen Medizin entstanden.

Zurück in den Hochschulalltag ging es bei der Session von Sebastian Rothe. Der Social Media Manager der FH Dortmund stellte Jodel vor. Über die App können anonym kurze Texte oder Fotos veröffentlicht werden, die in einem Radius von 10 Kilometern für andere Nutzende sichtbar sind und nach anderthalb bis zwei Stunden wieder verschwinden. „Die App ist 2014 an den Start gegangen und hat unter Studierenden schnell große Popularität erreicht“, erklärte Sebastian Rothe. „Man kann zwischen verschiedenen Jodel-Phasen unterscheiden: Vormittags wird beispielsweise über Lehr-Probleme oder Zweifel am Studium berichtet, mittags geht es um den Uni-Alltag oder um Ausreden, warum man nicht im Hörsaal ist.“ Hochschulen hätten verschiedene Möglichkeiten, diese App zu nutzen. U.a. könne man mehr über die Stimmungen und Herausforderungen von Studierenden herausfinden, auf eigene Angebote aufmerksam machen sowie persönliche Erstberatungen durchführen.

Holger Gottesmann war mit diesem ersten Tag sehr zufrieden. „Der Austausch sowohl innerhalb als auch außerhalb der Sessions hat wunderbar funktioniert, und wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten“, so der Hochschulbarcamp-Organisator. Und sein Kollege Philip Dunkhase ergänzte: „Das ist natürlich auch den vielen Sponsoren zu verdanken, die uns in diesem Jahr sehr gut unterstützt haben: studycheck, studierenden.de, UNICUM, Whatchado, EDUCON, GATE Germany und natürlich alumni-clubs.net, mit denen wir schon seit dem ersten Barcamp erfolgreich zusammenarbeiten.“

Präsenzlehreplus in der Praxis: Ein Blick auf die Lehrstrategie der FOM Hochschule

Präsenzlehreplus in der Praxis: Ein Blick auf die Lehrstrategie der FOM Hochschule

Das KCD KompetenzCentrum für Didaktik in der Hochschullehre für Berufstätige hat seine eigene Schriftenreihe gestartet. Der erste Band mit dem Titel „Innovative Lehre an der FOM Hochschule anhand ausgewählter Praxisbeispiele“ dreht sich um die Lehrstrategie der Hochschule und dokumentiert den Status quo des Förderprogramms Innovative Lehrprojekte.

Den Einstieg gestaltet Prof. Dr. Sabine Fichtner-Rosada. Die Leiterin des KCD und Prorektorin Lehre stellt die Säulen der Strategie Präsenzlehreplus vor. „Seit 2015 wird das Präsenzangebot der FOM – in erster Linie bestehend aus Vorlesungen an den knapp 30 Studienzentren – durch eine hochschulweite digitale Lehr- und Lern-Infrastruktur ergänzt. Zum Beispiel in Form von Content-Elementen wie Fallstudien und Podcasts, die online abgerufen werden können“, erklärt sie. „Die Kombination aus beidem erlaubt es, den situativen und persönlichen Bedürfnissen der berufstätigen Studierenden gerecht zu werden, und bietet ihnen eine optimale Umgebung zur Erreichung der individuellen Learning-Outcomes.“ Das zweite konstituierende Merkmal von Präsenzlehreplus ist die FOM-Transferdidaktik. Dahinter verbergen sich Feedback-Prozesse, die über den Einsatz transferorientierter Lehr- und Prüfungsformen in die Studiengänge integriert sind. „Ziel ist es, die Transfer- und Problemlösekompetenz sowie das selbstständige und selbstgesteuerte Lernen der Studierenden weiterzuentwickeln“, so Prof. Dr. Fichtner-Rosada.

Wie dieser angestrebte, digitalbasierte und selbstgesteuerte Theorie-Praxis-Transfer im Alltag der Hochschule gelingt, verdeutlichen die 12 Lehrprojekte, die im Rahmen des KCD-Bandes ebenfalls vorgestellt werden. „Der Bogen spannt sich von Methoden zum Selbstmanagement im Lernen über Gamification-Ansätze bis zur digitalbasierten Vermittlung für Grundlagenwissen“, gibt Prof. Dr. Fichtner-Rosada einen Überblick. Ein Beispiel: Prof. Dr. Karsten Lübke vom ifes Institut für Empirie & Statistik hat ein eine interaktiv-webbasierte Lernfortschrittskontrolle mit Multiple Choice-Fragen entwickelt. Die Studierenden erhalten via E-Mail regelmäßig auf aktuelle Vorlesungsinhalte abgestimmte Fragen, können zwischen verschiedenen Antwortmöglichkeiten wählen und bekommen direktes Feedback. Das Besondere: Neben Fragen und Antworten liefert das Tool auch Hinweise auf mögliche Denkfehler (bei falschen Antworten) und Verweise auf wissenschaftliche Arbeiten, um das jeweilige Thema (wenn gewünscht) zu vertiefen.

Ein weiteres Beispiel sind Lehrmaterialien für Live-Experimente, die direkt im Hörsaal durchgeführt und reflektiert werden können – erstellt von Prof. Dr. habil. Sebastian Sauer, dem stellvertretenden Direktor des iwp Institut für Wirtschaftspsychologie. Die Themen dieser CREs reichen von Entscheidungsfindung und Selbstwahrnehmung bis zu Ethik und Manipulation. „Ein schönes Beispiel ist die Schummelstudie“, so Prof. Dr. Sauer. „Dabei lasse ich die Studierenden unter einem Vorwand einen kurzen Leistungstest absolvieren. Sie können die Ergebnisse selbst auswerten und verdeckt an die Tafel schreiben – zumindest am Anfang.“ Wenn 50 Prozent der Studierenden ihr Ergebnis eingetragen haben, ändert der Dozent das Vorgehen. Jetzt müssen alle Studierenden zu ihm kommen, um die Punkte aufzunehmen. Die Auswertung offenbart: Der Punktedurchschnitt der verdeckten Angaben liegt über dem der „offiziell“ eingereichten Ergebnisse. „Das ist ein schöner Aufhänger, um über Nachhaltigkeit, Wahrheit und Ethik zu diskutieren“, so Prof. Dr. Sauer.

Als drittes Beispiel sei das hybride Projektmanagementspiel ProManGame von Prof. Dr. Ilse Hartmann und Prof. Dr. Klemens Waldhör angeführt. Die Spielenden stehen vor der Aufgabe, eine Wanderung zum Hohen Alpstein und wieder zurück zu planen und zu meistern. Die Hürden: Anfänger in der Gruppe, Klettersteige, Schnee und Wetterumschwünge. Zielsetzung der beiden Lehrenden ist es, FOM-Studierenden verschiedene Methoden des Projektmanagements zu vermitteln. Dabei verknüpfen sie Elemente des Gamification mit Techniken aus der analogen und digitalen Spielewelt.

Die GewinnerInnen des Lehrpreis 2017

Die GewinnerInnen des Lehrpreis 2017

Bei den Dozententagen 2017 hat die FOM Hochschule ausgewählte Lehrende für ihre besonderen didaktischen Fähigkeiten ausgezeichnet. Dabei wurden zusätzlich zum BCW-Stiftungspreis für exzellente Lehre weitere Regionen-Lehrpreise vergeben.

In einer Online-Umfrage konnten haben Semestersprecherinnen und Semestersprecher sowie Lehrende ihre Favoriten vorschlagen. Mit mehr als 500 Rückmeldungen wurde die Umfrage zu einem vollen Erfolg. Das KompetenzCentrum für Didaktik (KCD) wählte in Abstimmung mit dem Prorektorat Lehre anhand klar definierter Kriterien wie innovative Lehrmethoden, Praxisbezug und Wissenschaftlichkeit die Preisträger aus. Aus den Geehrten der Regionen wurde dann der Preisträger des BCW-Stiftungspreises ausgewählt.

Prof. Dr. Holger Stein

Der BCW-Stiftungspreis ging an Prof. Dr. Holger Stein, hauptberuflich Lehrender der FOM in Frankfurt a.M. im Bereich Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insb. Unternehmensführung.

Neben ihm erhielten acht weitere Professorinnen und Professoren den FOM-Regionen Preis für exzellente Lehre. Die Gewinnerinnen und Gewinner sind:

 

Dozentenvollversammlung 2017

Dozentenvollversammlung 2017

Über 400 Professorinnen und Professoren, Dozentinnen und Dozenten waren in den VIP-Bereich des RWE Stadions an der Hafenstraße in Essen gekommen. Bevor das Gespräch und der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen ausreichend Zeit und Raum bekamen, gab die Leitung der Hochschule kurze Überblicke über Geleistetes und zu Leistendes.

Dozentenvollversammlung 2017

Dozentenvollversammlung 2017

Dabei streiften die Damen und Herren auf dem Podium die Themen Kooperationen und Märkte, Prüfungsrecht, Institutionen, Regionalisierung und natürlich Lehre und Wissenschaft. Stets im Duo trugen zwei Referentinnen und Referenten auf dem Podium in aufgelockerter Form die teils komplexen Inhalte vor.

Natürlich wurden auf der Dozentenvollversammlung auch in diesem Jahr die Preise für hervorragende Lehre vergeben. Dieses Mal wurden zunächst die Preisträger für jede einzelne Region ausgezeichnet: für innovative Lehrkonzepte, für ein außergewöhnliches Engagement und eine exzellente Lehre insgesamt. Aus den Geehrten der Regionen wurde dann schließlich Professor Dr. Holger Stein aus Frankfurt als Preisträger des BCW-Stiftungspreises geehrt.

Dozentenvollversammlung 2017

Die Preisträger der Regionen, allesamt Prof. Dr., heißen Bianca Krol, Kai Externbrink, Eleonore Soei-Winkels, Dirk Braun, Claudia Schulte-Meßtorff, Claudia Rademacher-Gottwald, Holger Stein, Alexander Bönner und Ilse Hartmann.

Der Forschungspreis ging am Dienstagabend an einen recht jungen Kollegen. Prof. Dr. Daniel Ziggel wurde für seine A-Publikation „Evaluating Value-at-Risk forecasts: A new set of multivariate backtests“ geehrt, die im “Journal of Banking & Finance”, einer Wissenschaftspublikation von internationalem Format, 2016 erschienen war.

Dozentenvollversammlung 2017

Als Rahmenprogramm hatten die Organisatoren verschiedene Dialog-Inseln aufgebaut, an denen sich die Lehrenden vor und nach dem offiziellen Teil des Abends umfassend informieren konnten. Innovative Lehrprojekte, die Digitalisierung der Lehre und die Hochschule der Zukunft waren nur einige Themenfelder, zu denen es umfassende Informationen gab. Die Dialog-Inseln wurden erfreulich gut angenommen, an einigen Ständen bildeten sich schnell dichte Lehrenden-Trauben, in denen angeregt diskutiert und gefachsimpelt wurde. „Mit den Dialog-Inseln wollten wir den Lehrenden einerseits fächerübergreifend zeigen, was es an der FOM alles bereits gibt und wie umfassend das Angebot ist. Und zweitens ging es uns darum, Wege in die Hochschul-Zukunft aufzuzeigen und bei dieser Gelegenheit auch Hemmungen vor neuen Techniken und Trends in der Lehre abzubauen“, erklärte Prof. Dr. Burghard Hermeier.

Den musikalischen Rahmen für die Veranstaltung setzten fast schon traditionsgemäß die „FOM Allstars“, die zunächst mit ruhigeren Klängen das Buffet musikalisch untermalten und später dann beherzter in die Saiten griffen und das Publikum begeisterten.

Impressionen (Fotos: Tom Schulte und Tim Stender)

Science-Slam 2017: „Kollegen von einer anderen Seite erleben“

Armut, Glücksspiel, Unconventional Computing und Muße waren die Schlagworte des diesjährigen Science-Slam an der FOM Hochschule: Vier Professoren traten am Montagabend in einem – nicht ganz ernst gemeinten – wissenschaftlichen Wettstreit gegeneinander an. Ihre Vorträge bildeten einen launigen Abschluss zum Auftakt der FOM-Dozententage, der traditionell unter dem Schlagwort Forschung steht.

Begrüßt wurden Contestanten, Zuhörerinnen und Zuhörer von Prof. Dr. Burghard Hermeier. Der Rektor der FOM Hochschule hob den Stellenwert des innovativen Formats hervor und lobte die Verstetigung. „Der Science-Slam ist eine wunderbare Gelegenheit, Kolleginnen und Kollegen von einer anderen Seite zu erleben“, betonte er, „und ich bin sehr gespannt, welche neuen Einblicke wir in diesem Jahr gewinnen.“ Die Moderation des Events lag wieder in den Händen von Prof. Dr. Thomas Heupel. Der Prorektor Forschung zog in seinen einführenden Worten Parallelen zur Slam-Premiere 2016 und richtete mit Blick auf die Frauenquote einen Appell an die anwesenden Professorinnen: „Ich würde mich sehr freuen, wenn ich im kommenden Jahr wieder die ein oder andere Wettstreiterin ankündigen dürfte…“

Als erster Slamer trat Prof. Dr. Thomas Christiaans ans Podium. Der Siegener FOM-Dozent mit Schwerpunkt VWL pflückte einen Satz auseinander, über den er bei der Tagesschau gestolpert war: Als „arm“ gelte, wem weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens zur Verfügung stünden. „Diese wenigen Worte beinhalten ganze vier Fehler“, erklärte er. Beispielsweise sei der Begriff „arm“ ohnehin immer relativ zu verstehen. „Wer auf 986 Euro pro Monat zugreifen kann, ist in München vermutlich ärmer dran als in Dummerstorf.“ Auch der postulierte Durchschnitt sei schwer greifbar. „Das durchschnittliche, monatliche Haushaltsbrutto-Einkommen liegt in Deutschland bei 3.745 Euro. 60 Prozent davon sind 2.247 Euro. Das ist nicht so schlecht.“ Gemeint sei aber in Wirklichkeit gar nicht das durchschnittliche, sondern das mittlere Einkommen. Zudem sei der Begriff „Einkommen“ sehr beliebig gewählt: Ist die Rede vom Netto-Einkommen? Sind Einzelpersonen oder ganze Haushalte gemeint…?

Überraschende Zahlen aus dem deutschen Glücksspielmarkt legte Prof. Dr. Luca Rebeggiani vor. Beispiel Sportwetten: „Nur fünf Prozent dieses Marktes sind hierzulande legal“, stellte der FOM-Lehrende mit italienischen Wurzeln heraus. „Das sind Zahlen, die ich aus Palermo kenne, die ich aber mit Deutschland nie in Verbindung gebracht hätte.“ Als Grund für diese Entwicklung führte er die juristisch inkohärente und ökonomisch problematische Glücksspielregulierung an. „Zwar gibt es seit 2012 einen neuen, liberaleren Staatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland mit prinzipieller Zulassung privater Sportwettenanbieter, aber bis heute ist keine einzige Lizenz vergeben!“

Auf einem völlig anderen Terrain bewegte sich Prof. Dr. Bernd Ulmann. Der Wirtschaftsinformatiker von der FOM Frankfurt brach in seinem Beitrag eine Lanze für „Unconventional Computing“. „Algorithmen waren vor 40/50 Jahren eine großartige Erfindung, aber heute sind sie eher ein Hemmschuh.“ Er plädierte dafür, in Sachen Rechnen ungewohnte Pfade zu betreten und zum Beispiel Seifenblasen oder Damenstrümpfe zur Hilfe zu nehmen. „Das große Vorbild sollte das Gehirn mit seiner immensen Rechenleistung bei gleichzeitig erstaunlich geringem Energiebedarf sein. Anders als herkömmliche Computer weist es eine immense Packungsdichte auf und braucht so gut wie keine Kühlleistung.“

Last but not least trat Prof. Dr. David Matusiewicz an, um seinen Titel zu verteidigen. Der Direktor des ifgs Institut für Gesundheit & Soziales hatte den Science-Slam 2016 für sich entscheiden können und gewährte in seinem diesjährigen Beitrag Einblicke in die „Psyche eines geplagten Hochschullehrers“. Mit einem Augenzwinkern ließ er die Zuhörerinnen und Zuhörer an seinem Arbeitsalltag teilhaben – von der stauträchtigen Fahrt zu den Vorlesungen über den stetig wachsenden Aufgabenberg bis hin zum Termin-Hopping. Um diesen Stress in Zukunft zu minimieren, will er auf ein traditionsreiches Konzept setzen: die Muße!

Kaum hatte Prof. Dr. Matusiewicz die Bühne unter Applaus verlassen, war das Publikum gefragt: Per Online-Voting musste es entscheiden, welcher der vier Contestanten am meisten überzeugt hatte. Um die Phase des Überlegens zu verlängern – schließlich waren alle Beiträge sehr unterhaltsam – gab es ein musikalisches Intermezzo von Jessica Dück. Die Sängerin hatte schon im Rahmen des Projektes Lieblingsfarbe Bunt mit den FOM Allstars zusammengespielt. Prof. Dr. Stefan Heinemann, Sänger und Gitarrist der professoralen Band sowie FOM-Prorektor Kooperationen, begleitete sie und stimmte auch ein Duett mit ihr an. Als die letzten Töne des gemeinsamen Songs verklungen waren, verkündete Prof. Dr. Heupel das Ergebnis des Online-Votings: Den diesjährigen Science-Slam der FOM Hochschule konnte Prof. Dr. Bernd Ulmann mit 74 Prozent der abgegebenen Stimmen für sich entscheiden. Herzlichen Glückwunsch!

Rund 60 FOM-Studierenden beteiligen sich aktuell am Projekt "Student adpot Refugee".

Essener FOM-Studierende unterstützen Flüchtlinge

Flüchtlinge dabei unterstützen, im Essener Alltag anzukommen – so lautete die Zielsetzung von rund 60 Studierenden der FOM Hochschule. Im ersten Semester des Bachelor-Studiengangs Gesundheits- und Sozialmanagement haben sie acht ganz unterschiedliche Projekte ins Leben gerufen: Eine Gruppe hat einen Info-Flyer über Gesundheitsangebote in Essen erstellt, andere Gruppen haben eine Internetseite zum Thema „Gesundheit und Flüchtlinge“ programmiert bzw. ein Video zu kulturellen Unterschieden gedreht.

Vorgestellt werden diese Projekte am 23. Januar 2017 von 9:00 bis 11:00 Uhr im FOM Hochschulzentrum in der Herkulesstraße 32. Eine Jury – u.a. bestehend aus dem Bundestagsabgeordneten Dirk Heidenblut, Thorsten Smitkowski von der Caritas-Flüchtlingshilfe Essen e.V. und WAZ-Redakteur Thorsten Schabelon – nimmt die Arbeiten in Augenschein und bewertet sie. Den musikalischen Rahmen gestalten der Sänger Mohammed Rhounan alias Cheb Mo und Prof. Dr. Stefan Heinemann, Gitarrist der Professorenband FOM Allstars.

Hinter der Aktion steht Prof. Dr. David Matusiewicz. Der Dekan für Gesundheit und Soziales der FOM Hochschule hat das Projekt unter dem Titel Student adopt Refugee (kurz: sar) bereits 2015 ins Leben gerufen – damals unter Schirmherrschaft von NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens und mit 50 Studierenden aus dem Studiengang Gesundheits- und Sozialmanagement. „Die Studierenden verfügen bereits über Know-how in den Bereichen Gesundheit und Soziales und können Flüchtlinge deshalb optimal bei Fragen zur Gesundheitsvorsorge unterstützen“, begründet Prof. Dr. Matusiewicz sein Engagement. „Gleichzeitig können sie auch bei ganz alltäglichen Dingen wie der Jobsuche unterstützen und dadurch zur Integration der Flüchtlinge beitragen.“