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Brauchen Frauen eine Quote? - FOM Hochschule zieht Bilanz über Aktienindex „GERMAN GENDER“

Brauchen Frauen eine Quote? – FOM Hochschule zieht Bilanz über Aktienindex „GERMAN GENDER“

Um den Frauenanteil in Aufsichtsräten entwickelte sich eine lebhafte Diskussion Anfang Dezember im früheren Handelssaal der Börse Hannover. Die FOM Hochschule, die Börse Hannover und der Verein „Frauen in die Aufsichtsräte“ (FidAR) zogen knapp eineinhalb Jahre nach Einführung des GERMAN GENDER INDEX Bilanz des ersten deutschen Aktienindex, der Unternehmen nach der Geschlechtervielfalt bewertet.

Dabei zeigten sich die FOM Studierenden mit Blick auf Sinn und Zweck einer Quote zurückhaltender als die Vortragenden. Sie fragten, ob kompetente Frauen tatsächlich eine Quote benötigen. Martina Chudziak, FidAR-Vorstandsmitglied wies darauf hin, dass Frauen nach Recherchen des Vereins in den DAX-Unternehmen 2011 gerade einmal jeden zehnten Aufsichtsratsposten eingenommen hätten, Mitte 2016 hingegen schon jeden vierten. „Berücksichtigt man jedoch, dass Frauen nicht nur die Hälfte der Bevölkerung stellen, sondern auch die Hälfte der Akademiker, liegt dieser Wert deutlich zu niedrig“, argumentierte sie.

Wie weit die paritätische Besetzung der Führungsgremien wirtschaftlichen Erfolg nach sich ziehe oder beschleunige, könne erst in mehreren Jahren beurteilt werden, ergänzte Hendrik Janssen, Geschäftsführer der Börse Hannover und Vorstandsmitglied der BÖAG Börsen AG. Von daher sei es auch noch zu früh, um die Aussagekraft des GERMAN GENDER INDEX (GGI) abschließend zu beurteilen. Er äußerte sich aber zuversichtlich, da die paritätische Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat als Ausdruck einer offenen Unternehmenskultur gelesen werden müsse. „Gemischte Teams arbeiten erfahrungsgemäß produktiver, was sich bereits an der Rendite einiger genderorientierten Indizes und Investmentprodukte ablesen lässt“, fügte FOM Dozentin Evamaria Wagner hinzu.

Stimmen diese Thesen, lassen deutsche Unternehmen viel Potenzial ungenutzt, so das allgemeine Fazit. Laut GGI liegt die Frauenquote in den Vorständen der 50 derzeit gelisteten Unternehmen bei gerade 14 Prozent, bei Aufsichtsräten bei 32 Prozent. Jedoch in drei von 50 Aufsichtsräten findet sich keine einzige weibliche Person.

Die Referentinnen und Referenten (Foto: FOM)Die Referentinnen und Referenten (Foto: FOM)

Die Referentinnen und Referenten (Foto: FOM)

Studierende spenden an Siegener Tafel

Studierende spenden an Siegener Tafel

85 Studierende der FOM Hochschule in Siegen nahmen Ende November an der Sonderveranstaltung zum Thema Wissenschaftlichen Arbeiten im Hochschulzentrum Siegen teil.

In vier parallel stattfindenden Workshops wurden u. a. die Fragen geklärt: Wie zitiere ich bei einer wissenschaftlichen Arbeit richtig? Was ist bei einer Formatvorlage zu beachten? Und welche Vorteile bietet ein automatisches Inhaltsverzeichnis?

Um den fleißigen Studierenden den Nachmittag zu versüßen, backte die Studienberatung für die Teilnehmenden frische Waffeln. Der Erlös aus der Backaktion war für die Siegener Tafel vorgesehen. Insgesamt kam eine Summe von rund 150 Euro zusammen, die bereits an die Tafel gespendet wurden.

Studierende spenden an Siegener Tafel

Studierende spenden an Siegener Tafel

Neusser Wirtschaftsingenieurwesen-Studierende im Bonner Arithmeum (Foto: FOM)

FOM auf Exkursion: Industrielle Informationstechnik ganz anschaulich im Bonner Arithmeum

Studierende des Hochschulbereichs Ingenieurwesen des FOM Hochschulzentrums Neuss haben jetzt das Arithmeum im Forschungsinstitut für diskrete Mathematik der Universität Bonn besucht. Ziel war es, die Entwicklung der Rechentechnik bis zur Implementierung in hochintegrierten Mikroprozessoren kennenzulernen. FOM Dozent Dr. Herbert Köchner hatte die Exkursion organisiert und vorbereitet: „Wir konnten so den Vorlesungsabschnitt der mathematisch-technischen Grundlagen der industriellen Informationstechnik perfekt veranschaulichen.“

Anhand praktischer Beispiele konnten die Studierenden das Prinzip des Übertrags in einem Stellenwertsystem an einem Rechentisch selbst erproben und lernen, woher die Begriffe „Bankrott“ und „über den Tisch ziehen“ stammen. Ab dem 18. Jahrhundert gab es erste Rechenmaschinen für alle vier Grundrechenarten. Mit ihnen konnte addiert, subtrahiert, multipliziert und dividiert werden. Um mit einer Maschine multiplizieren und dividieren zu können, ist die Speicherung einer Zahl notwendig. Diese mechanischen Zahlenspeicher waren häufig Staffelwalzen oder Sprossenräder. Köchner: „Wir lernten beide Bauteile kennen und untersuchten gemeinsam, wie sie funktionierten.“

Neben Weiterentwicklungen dieser sogenannten Vierspeziesrechenmaschinen bis hin zu den Schubert-Sprossenradmaschinen aus dem Jahr 1969 konnten die Studierenden an diesen originalen Rechenmaschinen das Rechnen aller vier Grundrechenarten ausprobieren. „So konnten in der Vorlesung erarbeitete wichtige Grundprinzipien der Informationstechnik auch praktisch erprobt werden“, betonte Dozent Köchner.

Röhrenbasierte Tischrechner illustrierten den Übergang zu den Mikroprozessoren, deren Fertigung anschaulich gezeigt wurde. Einen weiteren Schwerpunkt der Führung bildeten Exponate aus den Anfängen des Computer-Zeitalters, wie beispielsweise die Lochkartenmaschine von Hermann Hollerith. Dozent und FOM Studierende waren sich einig: Diese Exkursion war eine gelungene Ergänzung der Vorlesung über Industrielle Informationstechnik.

Auf dem Marktplatz war einiges los… (Foto: Stephan Glagla)

Zwischen MINT-Förderung, 3D-Druck & Innovationsaward: Gelungener Auftakt für FlexLabplus

Mobile Experimentiersets erstellen, um sowohl Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe II als auch Studierenden an Fachhochschulen in den ersten Semestern Versuche zu 3D-Druck und neuen Werkstoffen zu ermöglichen – so lautet die Zielsetzung von FlexLabplus. Beim offiziellen Auftakt am 16. November konnten sowohl Essener Lehrerinnen und Lehrer als auch Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden und Unternehmen das EFRE-geförderte Projekt kennenlernen. Darüber hinaus erhielten sie Einblicke in verschiedene MINT-Aktivitäten, informierten sich über die Potenziale von Industrie 4.0 und erlebten die Verleihung des GFOS-Innovationsawards.

Wie vielfältig MINT-Förderung in Essen aussieht, erlebten die Gäste auf dem Marktplatz. Dort präsentierten Schulen, Unternehmen und Hochschulen verschiedene Formate und Projekte. Ein Beispiel: Das Team RoboScrats berichtete über die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft RoboCupGermanOpen in Magdeburg. Die Schülerinnen des Städtischen Mädchengymnasiums Essen-Borbeck waren mit einer Choreografie zum Film Ice Age angetreten und präsentierten u.a. ihre mit viel Liebe und Teddyfell gestalteten Roboter. Ebenfalls auf dem Marktplatz vertreten: das zdi-Zentrum MINT-Netzwerk Essen mit einigen Geräten, die im Feriencamp zdi hebt ab zum Einsatz kamen – darunter eine Drohne und die Sonde, die per Wetterballon in die Stratosphäre gereist war.

Auf diese Einblicke in die Praxis folgte fachlicher Input: Prof. Dr. Michael Schäfer von der Hochschule Ruhr West ordnete das Thema 3D-Druck aus Sicht des technischen Informatikers ein. Dabei stellte er u.a. verschiedene 3D-Druck-Verfahren vor – von Fused Deposition Modeling bis Stereolithografie – und nannte Beispiele für alltägliche Anwendungen. Darunter der Druck von Häusern oder Lebensmitteln. Es gäbe sogar Ansätze, Lebewesen wie das längst ausgestorbene Mammut zu drucken. „Auf diese Weise könnte Jurassic Park vielleicht doch Realität werden“, sagte der Wissenschaftler mit einem Augenzwinkern.

Die Potenziale von Industrie 4.0 standen im Zentrum des Vortrags von Burkhard Röhrig. Der Geschäftsführer der GFOS GmbH hatte verschiedene Beispiele aus der Praxis im Gepäck und betonte: „Industrie 4.0 ist nicht mehr wegzudenken.“ Die vierte industrielle Revolution würde aber nicht – wie von vielen befürchtet – zu einer Vernichtung, sondern zu einer Umschichtung von Arbeitsplätzen führen. „Grundlage von Industrie 4.0 ist schließlich Software – und die muss programmiert werden“, so Röhrig. „Der Bedarf an Informatikern ist also immens.“

Damit war auch der perfekte Übergang zum nächsten Programmpunkt geschaffen: der Verleihung des GFOS-Innovationsawards. Der Preis geht an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II, die eine von GFOS gestellte Informatikaufgabe besonders gut lösen. In diesem Jahr lautete der Auftrag, einen Anwesenheitsmonitor zu entwickeln. Überzeugt hatte dabei vor allem die Arbeit einer Schülergruppe vom Essener Helmholtz-Gymnasium: Tim Graute, Justus Reusmann, David Taing und Tom Teggers landeten auf dem ersten Platz und erhielten ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro.

Zum Abschluss der Veranstaltungen ging es dann um die Frage, warum 3D-Druck ideal für den MINT-Unterricht geeignet ist. Stellung nahmen in einer von Christoph Hohoff vom KCQ KompetenzCentrum für industrielle Entwicklung & Qualifikation moderierten Diskussionsrunde: Lothar Hesse vom Don-Bosco-Gymnasium, Petja Kaslack von der Gesamtschule Holsterhausen, Dr. Markus Steffens vom Heinz-Nixdorf-Berufskolleg, Burkhard Röhrig und Prof. Dr. Schäfer.

Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (MIWF) und das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen (MWEIMH) fördern gemeinsam im Rahmen der Landesinitiative Zukunft durch Innovation.NRW (zdi) den Auf- bzw. Ausbau der zdi-Netzwerke. Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und aus Mitteln des Landes NRW gefördert.

Lana Kohnen (l.) und Katrin Nebauer-Herzig in Berlin

Workshop „InnovatWB“ in Berlin: Wie sieht zukunftsorientierte berufliche Weiterbildung aus?

Die Entwicklung von konzeptionellen Ansätzen und Strategien für die Gestaltung eines zeitgemäßen beruflichen Weiterbildungssystems unterstützen – mit dieser Zielsetzung hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 2015 die Förderrichtlinie Innovative Ansätze zukunftsorientierter beruflicher Weiterbildung initiiert. Ein Jahr später war Zeit, erste Bilanz zu ziehen: Vertreterinnen und Vertreter der 34 geförderten Projekte trafen Ende Oktober 2016 zum Workshop „InnovatWB“ in Berlin zusammen. Mit dabei: Lana Kohnen vom ifpm Institut für Public Management der FOM Hochschule und Katrin Nebauer-Herzig von der Universität Magdeburg. Sie repräsentierten das Projekt Integration der Kompetenzfeststellung und Entwicklung, insbesondere bei älteren und weiterbildungsfernen Beschäftigten in das Strategische Kompetenzmanagement – kurz: IntraKomp.

„Das Format war etwas experimentell, weil die Teilnehmenden sehr viel selbst bestimmen und gestalten konnten“, schildert Lana Kohnen ihren Eindruck. Im Zentrum des ersten Tages stand beispielsweise eine gemeinsame Reflexion mit Blick auf das Innovationspotenzial und die Zukunftsfähigkeit des Förderschwerpunktes. Dazu fassten die Vertreterinnen jedes Projektes in einem Leitsatz zusammen, welchen Beitrag sie dazu leisten. „Unser Leitsatz: IntraKomp entwickelt auf Basis der methodischen Ansätze Triadengespräch und KODE® ein Instrumentarium, welche es Organisationen ermöglicht, die strategische Entwicklung informaler und nicht fachlicher Kompetenzen älterer und weiterbildungsferner Beschäftigter in ein vorhandenes Personalmanagementsystem zu integrieren“, so Lana Kohnen. Auch der zweite Tag stand ganz im Zeichen von Dialog und Austausch. Im Rahmen von „Projektwerkstätten“ konnten alle Teilnehmenden eigene Themen und Gestaltungsvorschläge einreichen.

Lana Kohnens Fazit zu der Veranstaltung: „Wir haben sehr viele Anregungen für unsere Arbeit mitgenommen – schließlich läuft IntraKomp ja noch bis Ende November 2018. Darüber hinaus fand ich es sehr spannend, Einblicke in die Arbeit und die Ansätze der anderen 33 Projekte zu gewinnen.“

https://public.ruhr-uni-bochum.de/ps/dghd16/Seiten/index.aspx

Rückblick auf die dghd16: Was verbirgt sich hinter „1-5-3 Themenübersicht“?

Den Dialog und das (gegenseitige) Lernen der Veranstaltungsteilnehmer/innen fördern – mit diesem Ziel setzt die Deutsche Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) im Rahmen ihrer Jahrestagungen auf ein besonderes Veranstaltungsformat: den DisQspace. „Im Vordergrund steht dabei der Diskurs“, erläutert Prof. Dr. Eleonore Soei-Winkels. „Jeder Beitrag muss sowohl Inputelemente wie Poster oder Referat als auch Austauschelemente wie Diskussionsrunde oder Kleingruppenarbeit enthalten.“ Die FOM-Professorin spricht aus Erfahrung: Auf der dghd 2016 hat sie einen dieser DisQspace geleitet und war gleichzeitig mit einem eigenen Vortrag in diesem interaktiven Format vertreten.

Das Thema der Runde am 23. September 2016: aktivierende Lehrmethoden. Julia Knoch (Ruhr-Universität Bochum) und Elisabeth Kampmann (Goethe-Schule Bochum) sprachen beispielsweise über den Einsatz von Planspielen in der kompetenzorientierten geistes- und sozialwissenschaftlichen Lehre. Mit der Frage, wie Improtheater in der hochschuldidaktischen Weiterbildung und universitären Lehre zum Einsatz kommen kann, befassten sich Daniel Al-Kabbani (Creaversity) und Anne-Kathrin Kenkmann (Ruhr-Universität Bochum). Das Konzept des Flipped Classroom stand im Zentrum des Beitrages von Ellen Römer, Hartmut Ulrich, Lukas Burs, Bruno Lindner und Nina Friese (Hochschule Ruhr West).

Lisa Kiara Franke, Prof. Dr. Eleonore Soei-Winkels und Madita Hollerbach (v.l.)

Lisa Kiara Franke, Prof. Dr. Eleonore Soei-Winkels und Madita Hollerbach (v.l.)

Prof. Dr. Soei-Winkels stellte den von ihr entwickelten Ansatz „1-5-3 Themenübersicht“ vor. Oder vielmehr: Sie ließ ihn vorstellen. „Damit ich mich voll und ganz auf meine Rolle als Chair konzentrieren konnte, haben Madita Hollerbach und Lisa Kiara Franke den Vortrag für mich gehalten. Sie studieren an der FOM Düsseldorf und haben das Modul Arbeits- und Organisationspsychologie erfolgreich bei mir abgeschlossen.“ „1-5-3 Themenübersicht“ hat die FOM-Professorin auf Basis ihrer Erfahrungen mit zwei Birkenbihl-Methoden entwickelt und in ihr eigenes Lehrkonzept aufgenommen: Im Laufe der ersten 15 Minuten einer Vorlesung können Studierende Inhalte vergangener Termine rekapitulieren, mit der Dozentin oder dem Dozenten abgleichen und sich mental auf die aktuellen Inhalte einstimmen. „1-5-3 Themenübersicht“ liefert ihnen die Struktur, um inhaltliche Argumente aus der Vogelperspektive gehirngerecht zusammenzufassen und dann als Lernunterlage zu nutzen.

Optimale Themenübersicht – strukturiert, routiniert, kapiert –wie geht das?!? Prof. Dr. Eleonore Soei-Winkels, stud. Referentinnen: Lisa KiaraFranke & Madita Hollerbach

Optimale Themenübersicht – strukturiert, routiniert, kapiert –wie geht das?!?
Prof. Dr. Eleonore Soei-Winkels, stud. Referentinnen: Lisa KiaraFranke & Madita Hollerbach

Auch die Rückmeldung der beiden FOM-Studierenden fällt positiv aus. „Mir hat besonders gut gefallen, dass wir durch den Vortrag die Möglichkeit hatten, eine authentisch studentische Perspektive zu einer Lehrmethode einzubringen“, erklärt Lisa Kiara Franke.

Und Madita Hollerbach ergänzt: „Die Entscheidung, Prof. Dr. Soei-Winkels auf die dghd16 zu begleiten war definitiv die richtige. Es hat mir sehr viel Spaß bereitet, zu referieren. Vor einer Gruppe Lehrender zu stehen und eine Methode aus persönlicher, studentischer Perspektive darzustellen war spannend und bereichernd. Dank des Rahmens war viel Raum für neue Ideen und konstruktives Feedback für beide Seiten, um die Lehre greifbarer und abwechslungsreicher zu gestalten.“

Professor Dr. Tina Nehlsen-Pein im Austausch mit Berufsschülern aus Delmenhorst (Foto: FOM)

Gewusst wie: FOM Bremen informiert über wissenschaftliches Arbeiten

Noch vor dem Abi in die Hochschule: Rund 60 Schülerinnen und Schüler aus Delmenhorst schnupperten Ende Oktober im Hochschulzentrum der FOM Bremen Hochschulluft und bekamen Einblicke in das wissenschaftliche Arbeiten.

Die angehenden Abiturienten des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft der Berufsbildenden Schulen Delmenhorst informierten sich ausführlich an der Linzer Straße über die Themen Projektmanagement und was es bedeutet wissenschaftlich zu arbeiten. Auf die Schüler wartet in den kommenden Wochen ein Marketing-Projekt, das in Kooperation mit Unternehmen aus Delmenhorst durchgeführt wird. In Vorbereitung auf diese Praxisprojekte müssen die Berufsschüler im Vorfeld eine wissenschaftliche Arbeit anfertigen. Tipps und Tricks dazu bekamen sie nun an der FOM. „Die Vorträge waren sehr wichtig für die anstehenden Aufgaben. Die FOM hat die Inhalte hervorragend für unsere Schüler aufbereitet“, so Oberstudienrat Heiko Lorenz, Lehrer für Betriebswirtschaftslehre.

„In erster Linie wollten wir den Schülern einen praktischen Einstieg in ihre Projektarbeiten geben und erläutern, wie sich der Prozess des wissenschaftlichen Arbeitens gestaltet und welche Prinzipien dabei zu beachten sind“, so FOM Dozentin Professor Dr. Tina Nehlsen-Pein, die die Schüler durch den Tag begleitete.

Im Erziehungsministerium in Peking (v.l.) Chen Xiaoli, Wang Yi, Dr. Harald Beschorner und Lin Liu.

Gute Neuigkeiten aus China

Die erfolgreiche Kooperation zwischen der FOM Hochschule und der Shandong Agricultural University (SDAU) Tai’an wird fortgesetzt: „Der Vertrag über die Zusammenarbeit wird um zehn Jahre verlängert. Die Hochschule denkt zudem über weitere Projekte im Bereich Wirtschaftsinformatik nach“, berichtet FOM Kanzler Dr. Harald Beschorner am Rande einer China-Reise.

Positives Nachrichten erreichten die FOM Vertreter auch in Peking: „Das zentrale Erziehungsministerium teilte uns heute mit, dass die Akkreditierung für die Kooperationsstandorte mit den Universitäten sowohl in Tai’an als auch in Taiyuan nunmehr erfolgreich abgeschlossen ist. Somit steht auch neuen Projekten nichts im Wege“, so Dr. Beschorner.

Eine FOM Delegation um Dr. Harald Beschorner reist noch bis Ende Oktober durch das Reich der Mitte. Begleitet wird der Kanzler unter anderem von Lin Liu, Direktorin der German-Sino School of Business & Technology.

v. l. Prof. Dr. Anja Seng, Melanie Kohl, Nathalie Macinkowski und Sandra Seidler (Foto: FOM)v. l. Prof. Dr. Anja Seng, Melanie Kohl, Nathalie Macinkowski und Sandra Seidler (Foto: FOM /Georg Lukas)

Drittes FOM Frauen-Forum Duisburg „Das innere Glück entdecken: mit neuer Energie zum Erfolg“

Beim dritten FOM Frauen-Forum in Duisburg drehte sich alles um die Macht mentaler Faktoren. Rund 50 Duisburger Geschäftsfrauen, Unternehmerinnen und Berufseinsteigerinnen folgten der Einladung der FOM und informierten sich über das Thema „Glücklich sein“.

In zwei Vorträgen der Psychologin Nathalie Marcinkowski und der Mentaltrainerin Melanie Kohl ging es nicht nur um den Weg zum Glück, sondern auch um Erfolge im Beruf. Die Referentinnen erläuterten, wie Frauen ihre ganz persönlichen Stärken identifizieren und besser nutzen können und wie jede ein positiveres Bild von sich selbst entwickelt.

„Es war ein gelungener Abend mit tollen Vorträgen und Workshops. Besonders haben mir die vielen praktischen Übungen gefallen“, so Sandra Seidler, Geschäftsleiterin der FOM in Duisburg.

Im Anschluss an die Vorträge kamen die Gäste unter der Moderation von Prof. Dr. Anja Seng, Rektoratsbeauftragte für Diversity Management an der FOM Hochschule, mit den Referentinnen ins Gespräch und tauschten sich aus.

Workshop auf der Informatik 2016: Forschungsergebnisse rund um Smartwatches und Wearables

Workshop auf der Informatik 2016: Forschungsergebnisse rund um Smartwatches und Wearables

Die Herausforderungen bei der Software- und Architekturentwicklung von Smartwatches und Wearables standen im Zentrum eines Workshops auf der 46. Jahrestagung der GI Gesellschaft für Informatik Ende September in Klagenfurt. Die Referenten – Prof. Dr.-Ing. Diethelm Bienhaus (THM Gießen), Dr. Jörg Muschiol (Netzfactor GmbH/FOM Hochschule), Manuel Guttenberger (Grasenhiller GmbH/FOM Hochschule), Dr. Rainer Lutze (Dr.-Ing. Rainer Lutze Consulting) und Prof. Dr. Christian Märtin (Hochschule Augsburg) – präsentierten aktuelle Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten. Co-Autor der Beiträge von Manuel Guttenberger und Rainer Lutze war Prof. Dr. Klemens Waldhör vom ifgs Institut für Gesundheit & Soziales. Der FOM-Experte hatte den Workshop gemeinsam mit Dr. Rainer Lutze organisiert.

Nach dem Einführungsvortrag von Prof. Dr. Waldhör zum Thema Trends und Herausforderungen im schnell wachsenden Bereich der Wearables trat Prof. Dr.-Ing. Diethelm Bienhaus ans Podium. Er ging der Frage nach, wie der sinnvolle Einsatz von Smartwatches und Wearables im Gesundheitswesen aussehen kann.

Im nächsten Vortrag erläuterte Dr. Jörg Muschiol die von ihm entwickelte Communication as a Service (CaaS) Plattform für Wearables und Smartwatches. Sie ermöglicht es, beliebige Wearables einzubinden. Seine Studien mit verschiedenen Probanden zeigen, dass z.B. Alltagsaufgaben mit Hilfe CaaS unterstützter Smartwatches mit einem Faktor 2,5 effizienter erledigt werden können.

Kern des Vortrags von Manuel Guttenberger war die im Rahmen seiner Bachelorarbeit entwickelte eHealth Plattform. Sie verwendet das MQTT Protokoll als Basis für einen besonders schnellen und effizienten Austausch von Sensordaten über die zentrale xHealth Plattform. Seine Messungen zeigen, dass damit eine deutliche Steigerung der Übertragungsraten im Vergleich zum HTTP-Protokoll möglich ist.

Architektur- und Softwaremuster für Smartwatches waren das zentrale Thema im Vortrag von Dr. Lutze. Seine These: Optimierte Architekturen unterstützen die Erkennung der vielfältigen Gesundheitsrisiken gerade älterer Menschen wie Stürze. Um Informationen optimal für den Benutzer aufzubereiten und bestimmte Entscheidungen in seinem Sinne auszuführen (zum Beispiel: „Soll ein erkanntes Ereignis an die Notfallzentrale weitergeleitet werden?“), werden spezielle Ansätze aus der Informatik wie Zustandsautomaten zur Modellierung eingesetzt, die insbesondere das parallele Ausführungen verschiedener Tasks unterstützen und steuern. Entsprechende Forschungsarbeiten werden gemeinsam mit Prof. Dr. Klemens Waldhör an der FOM durchgeführt.

Prof. Dr. Christian Märtin stellte die Tätigkeiten der Forschungsgruppe „Automation in Usability Engineering“ der Hochschule Augsburg vor. Dort forscht man in integrierten Test- und Evaluationsumgebungen zur Situationsanalyse. Benutzer werden durch Eye- und Gaze-Tracking sowie emotionserkennende FaceReader-Software während ihrer Aktivitäten beobachtet und die dabei gewonnen Vitaldaten ausgewertet.

Details zu den einzelnen Vorträgen sind im Blogbeitrag von Dr. Lutze sowie im Tagungsband „Informatik 2016“ nachzulesen, der im Springer Verlag erschienen ist. Wer sich darüber hinaus mit dem Einsatz von Wearables und Smartwatches im Gesundheitssektor auseinandersetzen möchte, sei auf den 15. Februar 2017 verwiesen. Dann findet an der FOM München die interdisziplinäre Tagung eHealth & Society statt.