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4. FOM Frauen-Forum in Augsburg

Interessiert an der eigenen Karriere: Berufstätige Frauen beim 4. FOM Frauen-Forum in Augsburg (Fotos: FOM/Christian Strohmayr)

Statt fachlicher Kompetenz und Motivation sind vielmehr das persönliche Image und der eigene Bekanntheitsgrad wichtig für neue Karriereperspektiven. Mit dieser Botschaft eröffnete Prof. Dr. Anja Seng, FOM Rektoratsbeauftragte für Diversity Management und BWL-Dozentin, das 4. FOM Frauen-Forum in Augsburg. Gemeinsam mit der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH hatte die FOM zu der Veranstaltung unter dem Motto „Frau und Karriere – Es liegt an uns“ eingeladen. Rund 60 Teilnehmerinnen kamen, um sich neue Impulse für das eigene berufliche Weiterkommen zu holen.

In ihrem Vortrag merkte Anja Seng zwar an, dass die Frauenquote den weiblichen Fachkräften die Türen zu den oberen Etagen geöffnet habe: „Reingehen müssen sie allerdings selbst“, so die Professorin. „Letztendlich liegt es an uns, unsere Karriere zu gestalten.“ Auf die Frage, warum Frauen und Männer im Job noch nicht gleichgestellt sind, verwies sie auf tradierte Rollenbilder und Stereotype, eine gläserne Decke, männliche Seilschaften, den Müttermythos und mangelndes Selbstmarketing. Ihr Rat an die Teilnehmerinnen: „Setzen Sie auf die PVCM-Formel: Performance, Visibility, Communication und Mind Set. Sprechen Sie über sich und nutzen Sie alle Möglichkeiten, sich sichtbar zu machen“, so die Diversity-Beauftragte. „Und nicht zuletzt: Überlegen Sie sich gut, was Karriere für Sie bedeutet, womit Sie zufrieden sind.“ Das müsse jede für sich entscheiden.

Austausch und Kontaktpflege nach dem offiziellen Part

Austausch und Kontaktpflege nach dem offiziellen Part

Als zweite Referentin sprach Dipl. Soz. Simone Schönfeld, Gründerin und geschäftsführende Gesellschafterin der Unternehmensberatung Cross Consult, über das Thema „Clever erfolgreich – Mikropolitik als Erfolgsfaktor“. In ihrem Vortrag verglich sie die Organisation „Unternehmen“ mit einem Fußballfeld. „Die Menschen in einem Unternehmen verhalten sich wie auf einem Spielfeld“, so die Referentin. Da gebe es Teamplayer, Alleingänger, Spielmacher und Spezialisten. Schönfeld empfahl den Frauen, mehr auf sich aufmerksam zu machen. „Es geht darum, auf dem ganzen Spielfeld sichtbar zu werden und sich im Spiel zu positionieren“, so die Unternehmensberaterin. „Finden Sie Mitstreiter und Unterstützer, suchen Sie sich eigene Spielräume und verkaufen Sie Ihre Interessen.“ Und nicht zuletzt: „Lernen Sie, die informelle Hierarchie in einem Unternehmen zu verstehen.“

Einen spannenden Einblick in die Tätigkeit des Netzwerkes „FidAR e.V.“ gab im Anschluss Rechtsanwältin Britt Söker. FidAR e.V. ist eine Initiative, die vor mehr als zehn Jahren von Frauen in Führungspositionen gegründet wurde, um den Frauenanteil in den Aufsichtsräten deutscher Unternehmen zu erhöhen. Söker appellierte an die Teilnehmerinnen, sich in Frauen-Netzwerken zu engagieren, um anderen Frauen Mut zu machen und sich für die Chancengleichheit von Mann und Frau einzusetzen.

Augsburgs Geschäftsleiterin Cornelia Windisch und Prof. Dr. Anja Seng von der FOM Hochschule (v.l.)

Augsburgs Geschäftsleiterin Cornelia Windisch und Prof. Dr. Anja Seng von der FOM Hochschule (v.l.)