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Didaktik im dualen Studium

DGWF-Jahrestagung 2015 in Freiburg

Dimensionen des didaktischen Handelns in der wissenschaftlichen Weiterbildung – das war das Thema der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium (DGWF). Ende September trafen sich Wissenschaftler in Freiburg, um über didaktische Konzepte in Theorie und Praxis zu sprechen. Prof. Dr. Frank P. Schulte, wissenschaftlicher Leiter des KompetenzCentrums für Didaktik in der Hochschullehre für Berufstätige, und Anne Steinert, Referentin Lehre und wiss. Mitarbeiterin im KompetenzCentrum, stellten die Lehr-Strategie der FOM Hochschule vor.

Prof. Dr. Frank P. Schulte sprach über Bedingungen für einen erfolgreichen Kompetenzerwerb im dualen Studium. Im Zuge dessen identifizierte er Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für eine wirksame Didaktik. Konkret hielt er seinem Vortrag über „Die Rolle didaktischer vs. persönlichkeitspsychologischer vs. organisationaler Bedingungen auf den Kompetenzerwerb im dualen Studium“. Sein Ergebnis: Transferlernen und Persönlichkeit bestimmen i.d.R. den subjektiven Lernerfolg. Organisationale und inhaltliche Passung spielen für den Kompetenzerwerb eine deutlich geringere Rolle.

Anne Steinert fokussierte in ihrem Vortrag „Transfer-Lernen als Antwort auf eine ‚Akademisierung‘ der Berufsbildung und ‚Verberuflichung‘ der akademischen Bildung“ die Transferlücke zwischen Theorie und Praxis. Ihr Ansatz: Im Wissens- und Informationszeitalter wird es immer wesentlicher in der Lage zu sein, Wissen aus einem Kontext zu lösen, es mit anderem Wissen (ggf. auch neu anzueignenden) zu vernetzen und auf andere, neue Kontexte anzuwenden. Vor diesem Hintergrund stellte sie die FOM-Transferdidaktik und deren Umsetzung anhand spezifischer Lehr-Lern- und Prüfungsformate vor.

Diskussionshintergrund der Konferenz war die Auffassung, dass die Teilnehmenden einer wissenschaftlichen Weiterbildung meist über umfangreiche Lern-, Lebens- und Berufserfahrung verfügen, die sie in den Lernprozess einbringen. Im Vordergrund des Bildungsinteresses stehen deshalb der Berufsbezug und die Anwendbarkeit von Wissen sowie die Vernetzung mit Gleichgesinnten und der Erwerb einer Qualifikation, die ein berufliches Weiterkommen fördert.