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Prof. Dr. Matthias Gehrke und Prof. Dr. Karsten Lübke

Statistische Woche 2017: Prof. Dr. Gehrke und Prof. Dr. Lübke stellen neue Didaktik der Statistik-Vorlesungen vor

Beeinflussen verschiedene Benutzeroberflächen die Akzeptanz von R? Mit dieser Frage haben sich Prof. Dr. Matthias Gehrke und Prof. Dr. Karsten Lübke vom ifes Institut für Empirie & Statistik in einem Quasi-Experiment auseinandergesetzt. Ihre Ergebnisse präsentieren die beiden FOM Wissenschaftler Mitte September in Rostock. Dort findet in der Hansestadt die Statistische Woche vom 19. bis zum 22. September statt – ausgerichtet von der Deutschen Statistischen Gesellschaft, dem Verband Deutscher Städtestatistiker und der Deutschen Gesellschaft für Demographie.

„Im Zentrum unseres Quasi-Experiments standen die beiden Benutzeroberflächen mosaic und Rcmdr“, erläutert Prof. Dr. Gehrke. „Rcmdr ist eine menügesteuerte grafische Benutzeroberfläche für R, während mosaic ein von Hochschuldidaktikerinnen und -didaktikern entwickelter Ansatz für die statistische Lehre mit R ist, der Simulation und Randomisierung zum konzeptionellen Verständnis statistischer Inferenz nutzt.“ Zum Einsatz kamen beide Oberflächen bei Lehrveranstaltungen für berufsbegleitende Studierende der FOM. In allen Master-Programmen der Hochschule ist die Nutzung von R nämlich verpflichtend für sämtliche statistischen Lehrveranstaltungen, und dank eines Wechsels im Studienverlauf konnte die entsprechende Veranstaltung zweifach in einem Semester angeboten werden – einmal mit Rcmdr und einmal mit mosaic.

Willkommen bei der FOM: Die neuen Studierenden am Hochschulzentrum in Hannover (Foto: FOM/Janko Woltersmann)

FOM Hochschule in Hannover: Neuer Erstsemester-Höchststand

Anfang September nehmen 270 Berufstätige ihr Bachelor- oder Masterstudium an der FOM Hochschule in Hannover auf. Mit insgesamt rund 1.100 eingeschriebenen Personen erreicht die Studierendenzahl am Hochschulzentrum der Landeshauptstadt – fünf Jahre nach der Gründung – einen neuen Höchststand.

Entsprechend gut gelaunt hießen Geschäftsleiterin Dr. Dania Recker und Prof. Dr. Elmar Weißnicht, wissenschaftlicher Gesamtstudienleiter der FOM in Hannover, die Erstsemester bei einer Feierstunde willkommen. Sie wünschten den Studienanfängern Erfolg und Energie für die kommenden Jahre, in denen es Beruf, Familie und Studium zu vereinbaren gilt. „Die Begeisterung und Euphorie, die ich in Ihren Gesichtern sehe, die greifbar im Raum ist – nehmen Sie diese Freude mit ins Studium“, so Dr. Recker.

Wie wichtig berufliche Weiterbildung ist, zeigte Benedikt Hüppe, Referent für Digitalisierung bei den Unternehmerverbänden Niedersachsen e.V. (UVN) in seinem Festvortrag. Laut Hüppe habe die digitale Transformation nahezu alle Bereiche der Wirtschaft erfasst. Zahlreiche neue Berufsbilder seien entstanden oder im Entstehen begriffen, vorhandene Berufe würden grundlegend verändert.

Die neuen Professoren: Prof. Dr., Sabine Fichtner-Rosada, Prorektorin Lehre an der FOM Hochschule und Prof. Dr. Elmar Weißnicht (rechts), beglückwünschen die neuen Professoren Dr. Bernd Ahrendt (2. von links) und Dr. Peter Altmiks (2. von rechts). (Foto: FOM/Janko Woltersmann)

Die neuen Professoren: Prof. Dr., Sabine Fichtner-Rosada, Prorektorin Lehre an der FOM Hochschule und Prof. Dr. Elmar Weißnicht (rechts), beglückwünschen die neuen Professoren Dr. Bernd Ahrendt (2. von links) und Dr. Peter Altmiks (2. von rechts). (Foto: FOM/Janko Woltersmann)

Studienangebot und Lehrkörper wachsen

 

Insgesamt beginnen zum aktuellen Wintersemester am Hochschulzentrum Hannover neun Bachelor- und sechs Master-Studiengänge, darunter erstmalig der Bachelor Gesundheitspsychologie & Medizinpädagogik, der Master Taxation (Steuerrecht) und das Duale Studium Steuerrecht in Kooperation mit der Hannah-Arendt-Berufsschule in Hannover.

Mit der steigenden Nachfrage nach berufsbegleitenden Studiengängen wächst auch die Zahl der Dozenten. So überreichte Prof. Dr. Sabine Fichtner-Rosada, Prorektorin Lehre der FOM Hochschule, im Rahmen der Feierstunde, zwei neuen Professoren ihre Ernennungsurkunden: dem Göttinger Betriebswirtschaftler Dr. Bernd Ahrendt, der bereits an Berufsakademien und Hochschulen lehrte, und dem Volkswirtschaftler Dr. Peter Altmiks. Der Höxteraner dozierte unter anderem an der Universität Potsdam. „Die neu berufenen Professoren ergänzen mit ihrem wissenschaftlichen Profil und ihrer Berufserfahrung das Dozententeam in wichtigen Bereichen der Lehre wie zum Beispiel im Personalmanagement“, so Gesamtstudienleiter Prof. Dr. Weißnicht.

Alumni und Letztsemester tauschten sich über Altes und Neues aus (Foto: FOM / Christian Stelling)

4. FOM Alumni-Sommerfest: Netzwerken bei Grillbuffet und kühlen Getränken

Rund 70 Alumni folgten Ende August der Einladung der FOM Hochschule und kamen zum 4. FOM Alumni-Sommerfest in das Hochschulzentrum an der Hamburger Schäferkampsallee. Unter den Teilnehmenden waren neben den Alumni auch Letztsemester und Dozenten.

 Eingeladen hatte das FOM alumniNETZWERK, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, Absolventen, Dozenten und ehemalige Kommilitonen regelmäßig zusammenzubringen. „Es war ein gelungener Abend, in entspannter Atmosphäre. Zur Unterhaltung spielte zu späterer Stunde das Hamburger Improtheater „Leistenbruch“ auf. Mit spontanen Szenen, spitzen Dialogen, Reimen und leidenschaftlichen Liedern trainierte das Ensemble die Lachmuskeln des Publikums. Einige Zuschauer machten den Spaß mit und ließen sich in die Vorstellung spontan einbeziehen.

„Ein rundum gelungener Abend“, fasst Geschäftsleiterin Dr. Sabine Quirrenbach das Sommerfest zusammen. „Die Mischung aus Unterhaltung, Netzwerken und in alten Zeiten zu schwelgen war genau richtig. Wir freuen uns schon auf das nächste Alumni-Treffen.“

Das Improtheater „Leistenbruch“ strapazierte die Lachmuskeln des Publikums (Foto: FOM / Christian Stelling)

Das Improtheater „Leistenbruch“ strapazierte die Lachmuskeln des Publikums (Foto: FOM / Christian Stelling)

Vollzeit- versus berufsbegleitendes Studium: Gibt es Unterschiede beim Lern- und Studienverhalten?

Vollzeit- versus berufsbegleitendes Studium: Gibt es Unterschiede beim Lern- und Studienverhalten?

„Typische Studierende gibt es nicht mehr. Ganz im Gegenteil: Gerade in den Master-Programmen ist die Vielfalt der Biografien und Hintergründe erstaunlich – und offensichtlich das Ergebnis der politisch erwünschten ‚Öffnung der Hochschulen‘ für nicht-traditionelle Studierende.“ Zu diesem Ergebnis kommen Prof. Dr. Matthias Klumpp und Prof. Dr. Bianca Krol in ihrer „Studienformenübergreifenden Analyse des Lern- und Studienverhaltens“ – kurz: SALSA. Der Direktor des ild Institut für Logistik- & Dienstleistungsmanagement und die Direktorin des ifes Institut für Empirie & Statistik der FOM Hochschule haben die Unterschiede im Informations-, Studien- und Lernverhalten zwischen Studierenden im Vollzeit- und im berufsbegleitenden Studium untersucht. Grundlage war eine Befragung von 874 Bachelor- und Master-Studierenden im Alter zwischen 21 und 50 Jahren.

Eines der wichtigsten Ergebnisse: „Studierende in einem berufsbegleitenden Studiengang haben durchschnittlich zeitlich geringere Lernaufwände für die Durchführung des Erststudiums zu leisten“, sagt Prof. Dr. Krol. „Wir nehmen an, dass durch die berufliche Erfahrung eine Lernsynergie entsteht, welche die Studieninhalte in der berufsbegleitenden Form leichter oder schneller begreifbar machen, weil sie mit Praxiserfahrungen verknüpft werden können.“ Gestützt wird diese Annahme durch ein weiteres Ergebnis: Die notwendige Studienzeit im Erststudium sinkt, wenn Berufserfahrung durch eine begleitende Praxistätigkeit oder eine abgeschlossene Berufsausbildung vorliegt. „Auch der Faktor ‚gesteigerte Selbstständigkeit‘ dürfte hier eine Rolle spielen“, so die ifes-Direktorin.

Gleichzeitig gilt: „Je länger die berufliche Praxiszeit – insbesondere bei längeren Phasen der Berufstätigkeit vor einem Studium – andauert, desto höher sind die im Studium selbst zu erwartenden Lernaufwände“, erklärt Prof. Dr. Klumpp. „Studierende mit einer langen ‚lernfreien‘ Phase haben schlichtweg Schwierigkeiten, wieder in einen Lernrhythmus zu finden oder Lernkompetenzen zu erwerben.“

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass berufsbegleitend Studierende in Bezug auf Motivationslage, Selbstständigkeit und der Möglichkeit der Vernetzung von Studieninhalten mit Erfahrungsinhalten aus der Berufspraxis „anders“ als traditionelle Vollzeit-Studierende sind. „Diese ‚Andersartigkeit‘ sollte hochschuldidaktische und hochinstitutionelle Konsequenzen haben“, schlussfolgert Prof. Dr. Klumpp. „Noch ist das Lehrpersonal vieler Hochschulen beispielsweise beim Umgang mit dieser Diversität im Hörsaal auf sich allein gestellt. Das sollte sich in Zukunft ändern.“

Im Detail nachzulesen sind die Ergebnisse der SALSA-Untersuchung im gerade erschienenen Band „Studienformen und Lernverhalten. Einflussfaktoren – Konzepte – Konsequenzen“ von Prof. Dr. Klumpp. Erschienen im W. Bertelsmann Verlag unter Mitarbeit von Marisa Bach, Sascha Bioly, Thomas Keuschen, Bianca Krol, Dirk Krome, Tim Stender und Isabel Vahlhaus. Kostenpunkt: 34,90 Euro. Weitere Information sind auf der Internetseite des Verlags zu finden.

80 Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schule Rotenburg verbesserten in den FOM Workshops ihre Soft Skills. (Foto: Martin Rospek)

80 Berufsschüler besuchten Soft Skills-Workshops

Fachwissen ist längst nicht mehr alles. Wer in einem Vorstellungsgespräch überzeugen möchte, muss heute auch soziale Kompetenzen vorweisen können. Die FOM Hochschule in Bremen bot Schülerinnen und Schülern der Berufsbildenden Schule (BBS) Rotenburg deshalb in verschiedenen Workshops die Möglichkeit ihre Soft Skills zu verbessern und in erste Studienthemen hinein zu schnuppern.

Unter dem Motto „Kommunikative Kompetenzen fördern“ standen den 80 Schülerinnen und Schülern der BBS Rotenburg sechs Workshops zur Auswahl. Von neun bis 14 Uhr erweiterten die Azubis unter anderem ihre interkulturellen Kompetenzen, übten sich in Konfliktmanagement, beschäftigten sich mit der 5-Satz-Rhetorik sowie der Kunst des klaren Denkens und lernten überzeugendes Auftreten.

Das Thema „Group Dynamics – das Miteinander effektiver gestalten“ war neu im Programm und wurde besonders gut angenommen. Gemeinsam mit dem Referenten Steffen R. Wienberg (MBA) beschäftigten sich rund 40 Teilnehmende mit der Frage, wie eine effektive Zusammenarbeit innerhalb einer Gruppe erreicht werden kann. Zunächst erläuterte der Unternehmensberater und FOM Dozent, wie es bereits bei vermeintlich einfachen Begrifflichkeiten zu unterschiedlichen Vorstellungen und Auslegung und somit zu Verständigungsschwierigkeiten zwischen den Gruppenmitgliedern kommen kann.

Anschließend befassten sich die Azubis mit grundlegenden Kommunikationsmodellen und unterschiedlichen Botschaften einer Nachricht. Zum Abschluss durften zwei Arbeitsgruppen, unter den kritischen Augen der übrigen Teilnehmenden, Koordinationsgeschick und Führungskompetenz auf eher unkonventionelle Weise unter Beweis stellen. Unter Zeitdruck musste ein möglichst hoher Turm aus Spaghetti und Marshmellows gebaut werden. Klarer Sieger: die Gruppe mit disziplinierter und wohlüberlegter Kommunikations- und Rollenaufteilung.

FOM Dozent und Unternehmensberater Steffen R. Wienberg (MBA) erläuterte das Thema "Group Dynamcis - das Miteinander effektiver gestalten". (Foto: Martin Rospek)

FOM Dozent und Unternehmensberater Steffen R. Wienberg (MBA) erläuterte das Thema „Group Dynamcis – das Miteinander effektiver gestalten“. (Foto: Martin Rospek)

FOM-Zertifikat für die Katholische Pflegehilfe: Ute Bressler (Prokuristin und Einrichtungsleitung Seniorenzentrum St. Martin), Astrid Kühn (Fachbereichsleitung), Dr. Harald Beschorner (Kanzler FOM), Markus Kampling (geschäftsführendes Vorstandsmitglied Kath. Pflegehilfe), Vanessa Schulz (FOM), Dagmar Schneider (Geschäftsleiterin FOM Essen) (Foto: Kath. Pflegehilfe)

Katholische Pflegehilfe wird „Akademische Lehreinrichtung für Pflege“ der FOM Hochschule

Die Katholische Pflegehilfe darf sich zukünftig „Akademische Lehreinrichtung für Pflege“ der FOM Hochschule nennen. Bei einer Feierstunde verlieh FOM Kanzler Dr. Harald Beschorner der Essener Einrichtung diesen Titel und überreichte das FOM Zertifikat. Damit ist die Katholische Pflegehilfe nun Ausbildungsstätte für Pflegekräfte, die neben Lehre oder Berufstätigkeit den Bachelor-Studiengang Angewandte Pflegewissenschaft an der FOM absolvieren.

„Das Berufsbild der Pflege im Bereich der Altenhilfe hat sich in den letzten Jahren gravierend verändert“, so Markus Kampling, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Katholischen Pflegehilfe. Daher sei es unabdingbar, neue Wege in der akademischen Pflegeausbildung zu gehen. „Versorgungsprozesse werden immer komplexer. Dies führt auch in der Altenpflege zu einem steigenden Bedarf an akademisch qualifizierten Pflegepersonen“, sagte Kampling.

Mit dem neuen Bachelor-Studiengang hat die FOM ein Curriculum konzipiert, um das zunehmend benötigte Spezialwissen sowohl theoretisch als auch praktisch zu vermitteln und Pflegekräfte für spezielle Aufgabenbereiche in der Pflege weiter zu qualifizieren. „Damit steigen auch die Karrierechancen der Absolventen“, so Dr. Beschorner.

Das geschäftsführende Vorstandsmitglied der Katholischen Pflegehilfe, Markus Kampling, ergänzt: „Wir erkennen, dass in der Pflege in Zukunft differenzierte Aufgabenfelder definiert werden müssen, gerade im Zusammenhang mit evidenzbasierter Pflege. Deshalb haben wir ein großes Interesse, die akademische Ausbildung aktiv mitzugestalten.“

Der Bachelor-Studiengang Angewandte Pflegewissenschaft geht über sieben Semester und wurde sowohl für die Gesundheits- und Krankenpflege als auch für die Altenpflege konzipiert. Der Studiengang richtet sich an Pflegekräfte, die ihre Kompetenzen in der patientennahen Tätigkeit gezielt ausbauen wollen.

Theorie-Praxis-Transfer: Studierende der FOM Augsburg zu Besuch in der Hasen-Brauerei (Fotos: FOM)

Augsburger Studierende auf Exkursion in der Hasen-Brauerei

Einen interessanten Einblick ins Brauwesen bekamen Bachelor-Studierende der FOM Hochschule in Augsburg. Ihr Dozent Dr. Klaus Friedrich hatte im Rahmen seiner Lehrveranstaltung „Beschaffung, Fertigung, Marketing“ eine Exkursion zur alteingesessenen Hasen-Brauerei im Unteren Talweg organisiert. Die Brauerei ist eine der ältesten in Augsburg. Ihre Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1464.

"Vorlesung vor Ort": FOM Studierende lassen sich die Anlagen und die logistischen Abläufe in der Hasen-Brauerei erläutern.

„Vorlesung vor Ort“: FOM Studierende lassen sich die Anlagen und die logistischen Abläufe in der Hasen-Brauerei erläutern.

Gemeinsam mit einem Braumeister erkundeten die Studierenden des 3. Semesters die moderne Produktionsstätte und machten sich ein Bild davon, wie Sudkessel und Anlagen zur Vermaischung funktionieren. Interessant war auch zu sehen, wie das Bier abgezapft und gefüllt wird. „Für die Studierenden war der Besuch der Hasen-Brauerei eine hervorragende Möglichkeit, bereits besprochene Vorlesungsthemen wie innerbetriebliche Logistikketten, Supply Chain Management und Lieferantenmanagement in der Praxis kennenzulernen. Auch das Thema Qualitätsmanagement wurde beleuchtet“, so Dozent Dr. Klaus Friedrich.

Der Blick auf’s Spielbrett… (Foto: © MID GmbH, Jürgen Schmidtlein)

Projektmanagement spielerisch vermitteln: FOM Lehrende präsentieren Gamification-Ansatz

Gipfeleroberer heißt das Spiel, das Prof. Dr. Ilse Hartmann und Prof. Dr. Klemens Waldhör im Rahmen des Förderprogramms „Innovative Lehrprojekte“ an der FOM Hochschule entwickelt haben. Zielsetzung: Studierenden verschiedene Methoden des Projektmanagements zu vermitteln. Das Interesse an dieser Kombination aus Lehre und Gamification ist groß: Die beiden Wissenschaftler stellen das Spiel sowohl auf der Informatik 2017 im September in Chemnitz als auch beim PM Forum im Oktober in Nürnberg vor.

Auf dem Spielfeld ist eine Berglandschaft samt Wegen, Hütten und Gewässern abgebildet. Die Spielenden treten in Teams als Wandergruppen gegeneinander an und besetzen Rollen wie Wanderführer, Bergsteiger oder Anfänger. Ihren Weg zum Gipfel und wieder zurück müssen sie so wählen, dass sie möglichst viele Punkte sammeln – zum Beispiel, indem sie Fragen zu den Themengebieten Projektmanagement und Software Engineering beantworten oder Lösungen für unerwartete Ereignisse erarbeiten.

„Projektmanagement und dessen Methodenrepertoire sind so unüberschaubar geworden, dass es in den Vorlesungen fast unmöglich ist, auf die unterschiedlichen Ansätze einzugehen“, erklärt Prof. Dr. Waldhör, wie die Idee entstanden ist. „Welche Methode in welchem Kontext einzusetzen ist, lässt sich daher oft nur durch reale Versuche im Arbeitsalltag ermitteln – mit nicht unterschätzbaren Risiken wie Verzögerungen oder gar Scheitern im Projekt. Das Erproben im Spielkontext erschien uns als ungefährliche Alternative.“ Ähnliches gilt für den Bereich Software Engineering, den Prof. Dr. Hartmann lehrt: „Mit dem Spiel kann man sehr schön den Unterschied zwischen agilen und konventionellen Methoden erproben. Dabei zeigt sich, dass die aktuellen Methoden nicht unbedingten die erfolgreichen sein müssen“, sagt die Wissenschaftlerin.

Die FOM in München freut sich über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Ingram Micro Distribution GmbH (Foto: FOM)

FOM hält starken Ausbildungsanteil bei Ingram Micro

Die Ingram Micro Distribution GmbH und die FOM Hochschule in München verbindet eine besonders starke Kooperation. Mehr als ein Drittel aller Auszubildenden und Trainees von Ingram Micro absolvieren parallel ein Studium an der FOM. Derzeit bereiten sich 20 dual Studierende in den FOM Bachelor-Studiengängen Business Administration, International Management, Marketing & Digitale Medien, Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen auf verantwortliche Aufgaben im Unternehmen vor.

„Wir haben mit der FOM in München einen starken Bildungs- und Ausbildungspartner gefunden. Gemeinsam gelingt es uns, die aktuellen Erwartungshaltungen der jungen Generation Y-Z mit unseren ständig wechselnden ITK-Kompetenzanforderungen zu verknüpfen. Auf diese Weise können wir unsere Ausbildungs- und Traineeprogramme individuell und flexibel gestalten und uns optimal auf die Lernenden und ihre individuellen Interessen und Potenziale konzentrieren“, erklärt der Ausbildungsleiter von Ingram Micro, Rolf Piehl, den Erfolg der Kooperation.

Auch der Münchner FOM Geschäftsleiter Oliver Dorn freut sich über die Zusammenarbeit mit Europas größtem ITK-Logistikzentrum: „Dass unser Studienangebot so gut bei der Belegschaft von Ingram Micro angenommen wird, zeigt uns, dass unsere Studiengänge gut zu den Bedürfnissen der Nachwuchskräftegeneration passen. Wir freuen uns, auch in Zukunft neue Auszubildende und Trainees bei uns am Hochschulzentrum begrüßen zu dürfen.“

FOM Professor Dr. Gerald Mann spricht mit Augsburger Schülerinnen und Schülern über das Thema Bargeld (Foto: FOM)

Volkswirtschaft zum Anfassen: Thema Bargeld

„Kein Bargeld mehr – keine Freiheit mehr?“ Mit dieser provokanten These stellte sich Prof. Dr. Gerald Mann, VWL-Experte und wissenschaftlicher Gesamtstudienleiter der FOM Hochschule in Augsburg, den Fragen von 80 interessierten Schülerinnen und Schülern des Holbein Gymnasiums. Zuvor hatte er ihnen in einem kurzweiligen Vortrag die Vor- und Nachteile von Bargeld erläutert.

Gespannt waren die Schülerinnen und Schüler des naturwissenschaftlich-technologischen und sprachlichen Gymnasiums der Einladung der FOM Hochschule in den Vortragssaal der Stadtwerke gefolgt. Denn das Thema ist brandaktuell: „Für die Regierungen, die Notenbanken und die Geschäftsbanken ist Bargeld lästig“, argumentierte Professor Mann, „denn die Menschen können durch einen Ansturm auf die Banken in kurzer Zeit all ihre Ersparnisse abheben und damit eine Krise auslösen oder verstärken.“ Bargeldloser Zahlungsverkehr ließe sich preiswert, unauffällig und geräuschlos kontrollieren: Der „gläserne Zahler“ werde noch durchsichtiger.

„Ohne Bargeld können sich die Haushalte nicht den Negativzinsen entziehen“, sagte Mann, der auch Co-Autor des Buches „Bargeldverbot“ ist. „Gerade deswegen fordern führende US-Ökonomen die Abschaffung des Bargeldes.“ Der russische Schriftsteller Dostojewski habe schon vor über hundert Jahren festgestellt: „Geld ist geprägte Freiheit“. Geldscheine seien folglich gedruckte Freiheit, so Mann, „wollen wir uns die nehmen lassen?“