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Umgang mit Digitalisierung und Big Data im Gesundheitswesen

Umgang mit Digitalisierung und Big Data im Gesundheitswesen

Die Digitalisierung stellt die Gesundheitsbranche vor erhebliche Herausforderungen. Das war der gemeinsame Tenor der Veranstaltung „Auf dem Weg zur digitalen Arbeitswelt im Gesundheitswesen“ der FOM Hochschule in Bremen. Dass das Interesse an diesem Veränderungsprozess groß ist, zeigte sich an der Teilnehmerzahl, denn der Große Saal im Haus Schütting in der Bremer Handelskammer war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Knapp 100 Interessierte waren gekommen, um sich über die Frage auszutauschen, wie sich der digitale Wandel auf die Anforderungsprofile der Beschäftigten im Gesundheitssektor auswirkt oder welche Rolle die IT-Branche in diesem Kontext übernimmt. „In unserer Praxis sind die Patientenakten natürlich alle digital. Aber wo geht die Reise hin“, fragte Dr. Martin Marschall, Radiologe aus Bremen, und erhoffte sich von seinem Besuch „Inspiration für den Arbeitsalltag.“

Prof. Dr. David Matusiewicz, Direktor des ifgs Instituts für Gesundheit & Soziales und Dekan der Fakultät für Gesundheit und Soziales an der FOM Hochschule, sprach in seinem Impulsvortrag „Megatrend Digitalisierung in der Arbeitswelt – Bedeutung und Erfolgsfaktoren für die Gesundheitswirtschaft“, über Herausforderungen im Umgang mit Big Data. „Von überall prasseln Informationen auf uns nieder. Doch wir haben eigentlich nie gelernt mit dieser Flut umzugehen – geschweige denn Wichtiges vom Unwichtigen zu trennen“, so Matusiewicz. Andererseits sei die fortschreitende Digitalisierung auch eine Art Segen für die Medizin, allein die Entwicklungen im Bereich Medizininformatik seien sehr aufregend. „Die Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) ist im Gesundheitswesen bereits ausgeprägt.“

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion traten die Experten in einen Dialog mit den Besuchern und beantworteten zahlreiche Fragen zum Umgang mit digitalen Prozessen in der betrieblichen Praxis. Der Tenor blieb bis zum Ende der gleiche: „Die Krankenhäuser stehen jetzt vor der wichtigen Frage, in welche Bereiche sie gezielt investieren, um mit der Digitalisierung Schritt zu halten“, so Dr. Lars Timm.

Intensiver Austausch bei der Podiumsdiskussion (Foto: FOM / Martin Rospek)

Intensiver Austausch bei der Podiumsdiskussion (Foto: FOM / Martin Rospek)

Auf dem Podium saßen Dr. med. Peter Kölln (Landesvorsitzender des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte e. V.), Dr. Lars Timm (Regionalgeschäftsführer von AMEOS West), Daniela Wendorff (Krankenhausdirektorin des Klinikums Bremen-Mitte), Thorsten Schönherr (Direktor Direktion Personal, Organisation und IT) und Prof. Dr. Oliver Radke (Chefarzt Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin am Klinikum Bremerhaven).