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Volkswirtschaft zum Anfassen: Thema Bargeld

FOM Professor Dr. Gerald Mann spricht mit Augsburger Schülerinnen und Schülern über das Thema Bargeld (Foto: FOM)

„Kein Bargeld mehr – keine Freiheit mehr?“ Mit dieser provokanten These stellte sich Prof. Dr. Gerald Mann, VWL-Experte und wissenschaftlicher Gesamtstudienleiter der FOM Hochschule in Augsburg, den Fragen von 80 interessierten Schülerinnen und Schülern des Holbein Gymnasiums. Zuvor hatte er ihnen in einem kurzweiligen Vortrag die Vor- und Nachteile von Bargeld erläutert.

Gespannt waren die Schülerinnen und Schüler des naturwissenschaftlich-technologischen und sprachlichen Gymnasiums der Einladung der FOM Hochschule in den Vortragssaal der Stadtwerke gefolgt. Denn das Thema ist brandaktuell: „Für die Regierungen, die Notenbanken und die Geschäftsbanken ist Bargeld lästig“, argumentierte Professor Mann, „denn die Menschen können durch einen Ansturm auf die Banken in kurzer Zeit all ihre Ersparnisse abheben und damit eine Krise auslösen oder verstärken.“ Bargeldloser Zahlungsverkehr ließe sich preiswert, unauffällig und geräuschlos kontrollieren: Der „gläserne Zahler“ werde noch durchsichtiger.

„Ohne Bargeld können sich die Haushalte nicht den Negativzinsen entziehen“, sagte Mann, der auch Co-Autor des Buches „Bargeldverbot“ ist. „Gerade deswegen fordern führende US-Ökonomen die Abschaffung des Bargeldes.“ Der russische Schriftsteller Dostojewski habe schon vor über hundert Jahren festgestellt: „Geld ist geprägte Freiheit“. Geldscheine seien folglich gedruckte Freiheit, so Mann, „wollen wir uns die nehmen lassen?“